Rheumatoide Arthritis

Unter rheumatoider Arthritis versteht man eine chronische, entzündliche Erkrankung der Gelenke, deren eigentliche Ursache noch nicht eindeutig geklärt werden konnte. Vermutet wird eine überschießende Reaktion des Immunsystems gegen körpereigenes Gewebe (Autoimmunerkrankung). Charakteristisch für den Krankheitsverlauf ist oftmals eine zunehmende Zerstörung des Knorpels und Knochens, was sowohl zu Gelenkverformungen, Fehlstellungen als auch zu Einbuße der Funktionsfähigkeit führen kann. Die medikamentöse Behandlung zielt in erster Linie auf die Linderung der Schmerzsymptomatik ab (Antirheumatika, Analgetika).

Untersuchungen haben gezeigt, dass bei Rheumatikern die Synovialflüssigkeit im Gelenkspalt einen niedrigeren pH-Wert, also saurer ist als bei Gesunden (Farr et al.; Significance of the hydrogen ion concentration in the synovial fluid in rheumatoid arthritis. Clinical and Experimantal Rheumatology 3: 99-104, 1985).

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Abb.: Säurekonzentration und pH-Wert in der Synovialflüssigkeit (Kniegelenk) von Patienten mit rheumatoider Arthritis, Osteoarthritis und anderen Athropathien.

Da die Säure Schmerzrezeptoren anregt und die Schmerzwahrnehmung auslösen kann, steigt mit der Säurebelastung die Schmerzempfindung in den Gelenken an.

In einer wissenschaftlichen Studie konnte gezeigt werden, dass die tägliche Einnahme eines Basenpräparats auf Basis organischer Citratverbindungen über 12 Wochen zu einer signifikanten Abnahme der Schmerzintensität der Probanden gegenüber der Kontrollgruppe geführt hat. Der Erkrankungsaktivitätsindex nahm unter der Supplementation signifikant ab, der Schmerzmittelverbrauch konnte reduziert werden. Generell führte die Supplementation mit Citratverbindungen zu einer Verbesserung der Lebensqualität (Czeuz et al.; Alkaline Mineral Supplementation Decreases Pain in Rheumatoid Arthritis Patients: A Pilot Study. Open Nurtition Journal 2008, 2, 100-105).