Osteoporose

SkeletUntersuchungen in verschiedenen Ländern haben gezeigt, dass deutlich seltener osteoporosebedingte Knochenbrüche bei Personen mit hohem Konsum pflanzlicher Nahrungsmittel und gleichzeitig geringem Verzehr von tierischem Eiweiß auftreten. Eine chronische Übersäuerung des Organismus kann die Entstehung von Osteoporose begünstigen, da zum Ausgleich der Säuren basische Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium und Phosphat von der Knochenoberfläche abgelöst werden, die Knochenmatrix wird instabil.
Ebenso konnte der Abbau von Knochenmasse durch Säure in der Zellkultur nachgewiesen werden. Hierbei führt die Stimulation mit Säure zur Aktivierung der Osteoklasten (knochenabbauende Zellen) sowie der Hemmung von Osteoblasten (knochenaufbauende Zellen) (Bushinsky und Frick, The effects of acid on the bone. Current Opinion in Nephrology and Hypertension 2000, 9:369-379)

Zahlreiche Studien belegen einen Zusammenhang zwischen einer Übersäuerung des Körpers bzw. dem positiven Effekt einer hohen Zufuhr von Basen und Osteoporose:

  • Höhe der Knochendichte (Lendenwirbel) korreliert mit hohem Verzehr an Obst und Gemüse; Korrelationen für Magnesium, Kalium und Vitamin C, nicht für Calcium (New et al., Nutritional influences on bone mineral density: a cross-sectional study in premenopausal women. Am J Clin Nutr 1997;65:1831-9).
  • Eine niedrige endogene Säurebildung (NEAP) wirkt sich positiv auf die Knochendichte and Hals- und Lendenwirbelsäule aus (New et al., Lower estimates of net endogenous noncarbonic acid production are positively associated with indexes of bone health in premenopausal and perimenopausal women. Am J Clin Nutr 2004;79:131–8).
  • Abnahme der Knochendichte an der Hüfte durch hohen Verzehr koffeinhaltiger Cola-Getränke (Phosphorsäure) (Tucker et al., Colas, but not other carbonated beverages, are associated with low bone mineral density in older women: The Framingham Osteoporosis Study. Am J Clin Nutr 2006;84:936–42).


Wissenschaftliche Studien beweisen den positiven Effekt der Citrattherapie im Zusammenhang mit Osteoporose und Knochengesundheit:

  • Signifikante Abnahme der Nettosäureausscheidung und Osteoporosemarkern (Hydroxyprolin, Crosslinks) im Urin postmenopausaler Frauen durch eine tägliche Citratsupplementation mit 0,1g Citrat pro kg Körpergewicht für 3 Monate (Marangella et al., Calcif Tissue Int 74, 330-335, 2004)
  • Eine Substitution mit Kaliumcitrat (30mEq pro Tag) für 12 Monate bei postmenopausalen Frauen mit Osteopenie (Vorstufe der Osteoporose) führte zu einer signifikanten Zunahme der Knochendichte im Lendenwirbelbereich im Vergleich zur Substitution mit Kaliumchlorid. Hierbei war die Wirkung unabhängig von Kalium, das Citrat liefert den entscheidenden Effekt. Es konnte nicht nur der Knochenabbau gestoppt werden, sondern die Substitution führte zu einer erhöhten Knochendichte (Jehle et al., J. Am. Soc. Nephrol. 17, 3213-22, 2006).
  • Eine Substitution mit Magnesiumcitrat (24mEq pro Tag) für 30 Tage bei postmenopausalen Frauen mit Osteoporose führte zu einer signifikanten Reduzierung der Desoxypiridinolinausscheidung (Marker für Knochenabbau) im Urin bei gleichzeitig signifikanter Zunahme der Osteocalcinkonzentration (Marker des Knochenaufbaus) im Serum (Ayun et al., Biol Trace Elem Res, 2009).
  • Signifikante Abnahme der Nettosäure- und Calciumausscheidung im Urin bei älteren Frauen und Männern durch eine tägliche Kaliumcitratsupplementation (60/90 mEq pro Tag) nach 6 Monaten im Vergleich zur Placebogruppe (Moseley et al. J Bone Miner Res. 2013 Mar;28(3):497-504).