Migräne

MigraeneIn zwei wissenschaftlichen Studien konnte belegt werden, dass der Wirkstoff Magnesiumcitrat erfolgreich in der Migräne-Therapie eingesetzt werden kann. Sowohl die Migräne-Tage als auch Attacken-Häufigkeit und Attacken-Intensität konnten durch die Einnahme von 600mg Magnesiumcitrat für drei Monate signifikant reduziert werden (Peikert et al., Prophylaxis of migraine with oral magnesium: results from a prospective, multi-center, placebo-controlled and double-blind randomized study. Cephalalgia 16 (1996) 257-263; Köseoglu et al., The effects of magnesium prophylaxis in migraine without aura. Magnesium Research 21, 101-108, 2008).

Bei 40 getesteten Patienten mit chronischen Spannungskopfschmerzen führte eine zweimonatige Supplementation mit 600 mg Magnesiumcitrat bei über 60% zu einer „guten Besserung“ (19 Patienten) bis hin zu „beschwerdefrei“ (6 Patienten). Lediglich drei Patienten berichteten von einer Verschlechterung (Taubert und Keil, Pilotstudie zur Magnesiumtherapie bei Migräne und Spannungskopfschmerzen, Z ärztl Fortbild 85 (1991) 76-68).

Ob das Citrat in der Migräne- bzw. Kopfschmerzprophylaxe hauptsächlich die Funktion hat, die Bioverfügbarkeit von Magnesium zu erhöhen oder auch eine eigenständige Wirkung in der Schmerzbekämpfung hat, bleibt zu diskutieren.